Linz (www.anleihencheck.de) - Jerome Powells Verbleib an der Spitze der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im Januar 2026 ist von einer beispiellosen Eskalation zwischen der Zentralbank und der Trump-Regierung geprägt, da seine reguläre vierjährige Amtszeit als Vorsitzender am 15. Mai 2026 endet, während sein Mandat als Mitglied des Gouverneursrats erst am 31. Januar 2028 ausläuft, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.
Aktuell würden strafrechtliche Ermittlungen das Verhältnis belasten, die sich auf Aussagen zu Renovierungskosten des Fed-Hauptquartiers stützen würden und von Kritikern als politisch motivierter Versuch gewertet würden, Powell zum vorzeitigen Rücktritt zu drängen, worauf dieser mit Widerstand und Solidarität internationaler Notenbanker reagiert habe, indem er die Unabhängigkeit der Fed gegen juristische Drohungen verteidigt habe. Die Wall Street diskutiere intensiv die Frage des Verbleibs nach Mai 2026, wobei ein Verbleib als einfacher Governor einen historischen Bruch mit der Tradition darstellen würde, da scheidende Chefs üblicherweise komplett zurückträten, doch Powell könnte so eine Pattsituation im Rat herbeiführen und eine radikale Umgestaltung der Geldpolitik verhindern.
Währenddessen bereite Präsident Trump bereits die Nominierung möglicher Nachfolger vor, um die Leitzinsen zu senken, wobei Namen wie Kevin Hassett, Kevin Warsh und Christopher Waller als Favoriten für die Nachfolge gelten würden, während Powell entschlossen scheine, seine Rolle als unabhängiger Währungshüter trotz massiven Drucks aus dem Weißen Haus bis zum Ende seiner Amtszeit oder sogar darüber hinaus auszuüben. (20.01.2026/alc/a/a)
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