Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Verbraucherpreise in Deutschland sind 2025 im Jahresdurchschnitt um 2,2% gestiegen - genau wie 2024, so die Analysten der NORD/LB in ihrer aktuellen Ausgabe von "NORD/LB am Morgen".
Zuvor habe die Inflation deutlich höher gelegen (2023: +5,9%, 2022: +6,9%, 2021: +3,1%). Im Dezember 2025 sei die jährliche Teuerungsrate auf +1,8% gesunken und damit erstmals im Jahr unter die Zwei-Prozent-Marke gefallen; zuletzt sei der Wert im September 2024 niedriger gewesen (+1,6%). Die Kerninflation (ohne Energie und Lebensmittel) habe 2025 bei +2,8% nach +3,0% im Vorjahr gelegen. Sie sei damit über der Gesamtteuerung geblieben und zeige, dass andere Güterbereiche weiterhin preisintensiv gewesen seien. Diesbezüglich seien Dienstleistungen hervorzuheben, die insgesamt mit +3,5% überdurchschnittlich zugelegt hätten.
Der US-NAHB-Bauklimaindex deute zunächst nicht auf eine gesteigerte Dynamik auf dem Immobilienmarkt hin. Mit 37 Punkten sei die Headline-Rate noch weit von der Expansionsschwelle entfernt. Politische Initiativen würden derzeit sondiert, im Kern solle die Erschwinglichkeitskrise im Immobilienmarkt angegangen werden. Nichtsdestotrotz hätten weitere Zinssenkungen der Fed wohl einen zentralen Hebel dargestellt, dem Immobilienmarkt wieder auf die Sprünge zu helfen. Aus Sicht der Analysten der NORD/LB solle eine Zinssenkung bis zum Ende des Q1 auch noch auf die Agenda der Fed rücken.
Das Highlight der Woche werde jedoch am Freitag stattfinden, wenn nämlich die japanische Notenbank ihre erste Zinssitzung in diesem Jahr abhalte.
Sowohl in Europa als auch in den USA seien die Anleihekurse zum Wochenschluss rückläufig gewesen, nachdem Äußerungen Trumps hinsichtlich der Nachfolge von Notenbankchef Powell die Zinssenkungsfantasie etwas gedämpft hätten. (19.01.2026/alc/a/a)
© 1998 - 2026, anleihencheck.ariva-services.de