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19.01.26 08:30
EZB-Strategie: Lane dämpft Erwartungen auf baldige Zinsschritte

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In der letzten Woche standen geopolitische Risiken, die erneuten Angriffe der US-Regierung auf die Unabhängigkeit der Federal Reserve sowie US-Zahlen im Mittelpunkt des Interesses, so die Analysten der Helaba.

Nach der Ankündigung von Strafzöllen gegen europäische Länder im Streit um Grönland dürfte diese neue Sorge den Wochenauftakt dominieren. Der datenseitige Fokus liege vor allem auf Deutschland und der Eurozone. Morgen stehe die ZEW-Umfrage an, die eine Stimmungsaufhellung anzeigen dürfte. Das ähnlich konzipierte sentix-Investorenvertrauen habe bereits ein verbessertes Sentiment unter den Finanzmarktteilnehmern gezeigt. Der Gesamtindex sei um über sechs Punkte gestiegen und der Erwartungswert sei nun mit 5,5 Punkten positiv. Da aber die Lagebeurteilung noch sehr schwach sei, bleibe die konjunkturelle Dynamik wohl zunächst noch verhalten. Wichtige Hinweise auf die konjunkturelle Entwicklung gebe es am Donnerstag auch von den vorläufigen Einkaufsmanagerindizes. Diese hätten im Gegensatz zu den Stimmungsumfragen unter den Finanzmarktteilnehmern zuletzt enttäuscht. Die Konsensschätzungen seien verfehlt worden und im Industriesektor liege der Index klar im Kontraktionsbereich. Zum Jahresauftakt seien nun aber Index-Verbesserungen zu erwarten.

Im Hinblick auf die Geldpolitik der EZB würden die Umfrageergebnisse jedoch nicht zu einem grundsätzlichen Umdenken führen. Der bisherige Tenor, wonach die Geldpolitik gut positioniert sei und sich der EZB-Rat in einer abwartenden Haltung befinde, dürfte bestehen bleiben. Jüngst sei es EZB-Chefvolkswirt Lane gewesen, der davon gesprochen habe, dass es bei der EZB derzeit keine Zinsdebatte gebe. Er sei zuversichtlich, dass sich die Inflation in der Eurozone nachhaltig bei zwei Prozent stabilisieren werde. (19.01.2026/alc/a/a)


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