Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Zinserwartungen in den USA haben sich in den letzten Tagen nicht wesentlich verändert, so die Analysten der Helaba.
Bis zum Ende des Jahres würden zwei Senkungsschritte von jeweils 25 Basispunkten vollständig eingepreist. Marktteilnehmer würden darauf setzen, dass die US-Notenbank die Zinsentscheidungen auch zukünftig auf der Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Bedingungen treffe und sich den politischen Angriffen vonseiten der US-Administration erwehren könne. Anderenfalls könnte ihre Glaubwürdigkeit beeinträchtigt werden, was sich unter anderem negativ auf den US-Dollar und die US-Staatsanleihen auswirken würde. Präsident Trump habe zuletzt erneut deutliche Zinssenkungen gefordert, obwohl das inflationäre Umfeld als auch die konjunkturelle Entwicklung für einen eher vorsichtigen Ansatz sprechen würden.
In diesem Zusammenhang sei auf die heute anstehenden, regionalen Industriebarometer verwiesen. Sie würden erste und wichtige Hinweise auf die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe zu Beginn des neuen Jahres liefern. Nachdem die Stimmungsindizes zuletzt eher enttäuscht hätten, werde nun mit Verbesserungen gerechnet. Ob der Empire-State- und der Philadelphia-Fed-Index in den Expansionsbereich zurückkehrten, bleibe abzuwarten. Mit Interesse würden auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe verfolgt. Diese hätten bis zuletzt auf einem sehr niedrigen Niveau gelegen und würden gegen eine deutliche Abschwächung des Beschäftigungsaufbaus sprechen. Die Arbeitslosenquote sei zudem im Dezember gesunken. Vor diesem Hintergrund und angesichts der gestiegenen Einzelhandelsumsätze spreche nichts für eine weitere Zinssenkung bereits in diesem Monat. (15.01.2026/alc/a/a)
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