Logo
NEWS - Allgemein
www.anleihencheck.ariva-services.de
08.01.26 11:33
Mehr Wachstum bei begrenztem Inflationsdruck zum Jahresauftakt 2026

Frankfurt am Main (www.anleihencheck.de) - Zum Start in das Jahr 2026 erwartet UBS Asset Management (UBS-AM) ein solides globales Wachstum bei zugleich nachlassendem Inflationsdruck.

Die Risiken für die Konsens-Wachstumsprognosen seien eher nach oben gerichtet. "Robuste Unternehmensbilanzen, günstige Finanzierungsbedingungen, eine unterstützende Fiskalpolitik und nachlassende zollbedingte Effekte stützen den Wachstumsausblick", sage Evan Brown, Head of Multi-Asset Strategy bei UBS Asset Management.

Gleichzeitig rechne UBS-AM nicht mit einer erneuten Inflationsbeschleunigung. "Wir erwarten eine begrenzte Inflation, da die US-Politik weiterhin auf Bezahlbarkeit abzielt, der Lohndruck nachlässt und China deflationäre Impulse über den Außenhandel liefert", so Brown. Dieses Umfeld erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass höheres Wachstum und moderater Inflationsdruck nebeneinander bestehen könnten.

Ein zentraler Treiber des positiven Ausblicks sei laut UBS-AM die steigende Produktivität. "Wir sehen anhaltende Produktivitätsgewinne, die durch den zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) weiter unterstützt werden könnten", sage Brown. Erste Daten würden darauf hindeuten, dass sich die Produktivität in den USA seit der breiten Einführung generativer KI beschleunigt habe.

Zugleich betone UBS-AM, dass sich diese Entwicklung bislang nicht in überzogenen Marktbewertungen widerspiegele. "Die starke Performance der vergangenen Jahre war breit abgestützt und ging nicht mit einer starken Ausweitung der Bewertungen einher", erläutere Brown. Dies spreche gegen eine spekulative Übertreibung und unterstreiche die Fundamentaldaten des aktuellen Marktumfelds.

Trotz der robusten Konjunktur sehe UBS-AM keine nachhaltigen Inflationsrisiken. "Kurzfristig könnte es zu saisonalen Anstiegen kommen, etwa durch verzögerte Preiseffekte", sage Brown. "Strukturell gehen wir jedoch davon aus, dass der Inflationsimpuls begrenzt bleibt." Die politischen Anreize in den USA seien klar auf Inflationsbegrenzung ausgerichtet, während sich der Arbeitsmarkt weiter abkühle.

Zusätzliche Entlastung komme aus China. "Das starke chinesische Exportwachstum wirkt global disinflationär und hilft, importierten Preisdruck zu reduzieren", so Brown. Dies gelte insbesondere für Europa, wo der Wettbewerbsdruck zunehme.

Vor diesem Hintergrund bleibe UBS-AM für Risikoanlagen konstruktiv positioniert. "Solides Wachstum bei begrenzter Inflation unterstützt Aktien und Unternehmensanleihen", sage Brown. Gleichzeitig sehe das Haus in der Duration eine wichtige Absicherung: "Sollte sich der Ausblick eintrüben, erwarten wir eher eine Abschwächung des Arbeitsmarkts als einen erneuten Inflationsschub."

Zudem habe UBS-AM die Übergewichtung in Gold wieder aufgenommen. "Gold bietet Diversifikation gegenüber fiskalischen Risiken, geopolitischen Unsicherheiten und möglichen Belastungen für die Unabhängigkeit der Zentralbanken", erkläre Brown.

"Insgesamt sehen wir ein Umfeld, das Chancen bietet, aber ein ausgewogenes Risikomanagement erfordert", fasse Brown zusammen. (08.01.2026/alc/a/a)



© 1998 - 2026, anleihencheck.ariva-services.de