München (www.anleihencheck.de) - NextEra Energy (ISIN US65339F1012 / WKN A1CZ4H), Vestas Wind Systems (ISIN DK0061539921 / WKN A3CMNS) und ABB (ISIN CH0012221716 / WKN 919730) zählen zu den etablierten Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien und elektrische Infrastruktur, so das Zertifikate-Team der Bank Vontobel Europe AG im aktuellen "Aktienanleihen Investor".
Sie würden vom Ausbau der Wind- und Solarenergie, von weitreichenden Investitionen in Stromnetze sowie von der zunehmenden Elektrifizierung von Industrie und Verkehr profitieren. Klare Geschäftsmodelle, technologische Kompetenz und ein zunehmender Fokus auf Effizienz und Digitalisierung würden ihre Marktstellung prägen. In diesem Umfeld würden sich für Anleger interessante Möglichkeiten ergeben, sich entlang der Energiewende zu positionieren.
Der Umbau der Energieversorgung schreite in vielen Ländern voran. Er werde begleitet von steigenden Investitionen in erneuerbare Energieerzeugung, Stromnetze und technische Infrastruktur. Gleichzeitig wachse die Unsicherheit bei fossilen Energieträgern. Begrenzte Ressourcen, insbesondere bei Erdöl und Gas, sowie geopolitische Spannungen und die Abhängigkeit von Förderländern würden den Preis und die Versorgungslage beeinflussen. Vor diesem Hintergrund würden der Ausbau erneuerbarer Energiequellen und der Netzinfrastruktur stärker in den Fokus rücken. Dadurch würden sich neue Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette eröffnen.
NextEra Energy operiere mit drei Tochtergesellschaften in 27 US-Bundesstaaten und sei ebenso führend im Bereich erneuerbare Energien, vor allem in Solar- und Windenergie. Der Konzern betreibe 47 Windparks in 15 US-Bundesstaaten mit einer Gesamtleistung von 40 Megawatt, wobei derzeit weitere 220 im Bau seien. Der Aktienkurs des Unternehmens habe sich letztes Jahr positiv entwickelt, mit einem Plus von 14,15%.
Der dänische Windkrafthersteller Vestas Wind Systems profitiere ebenso stark vom aktuellen Wandel hin zu erneuerbaren Energien. Im dritten Quartal 2025 habe das Unternehmen einen Umsatz von 5,4 Mrd. EUR erzielt, was einem Anstieg von 3% im Vergleich zum Vorjahresquartal entspreche. Im Dezember seien Bestellungen für 5000 Megawatt erteilt worden. Es werde mit weiteren Bestellungen gerechnet. Die Aufträge aus dem Offshore-Bereich kämen aus vielen verschiedenen Ländern, darunter die USA, Kanada und Deutschland und viele mehr, was die starke Position des Unternehmens bestärke. Zudem sei ein Auftrag aus Südkorea für ein weiteres Offshore-Windprojekt gekommen.
Dennoch habe das Unternehmen mit regulatorischen Herausforderungen zu kämpfen. Deshalb werde ein zentraler Preistreiber in der Zukunft ein Großprojekt sein, das seit Dezember 2025 auf Eis liege. Das Unternehmen habe Klage gegen das US-Innenministerium eingereicht, um den Bau fortzusetzen. Das Projekt sei bereits zu 87% fertiggestellt gewesen.
Der Schweizer Energie- und Automatisierungskonzern ABB mit Hauptsitz in Zürich profitiere ebenso von dem Boom in erneuerbaren Energien. Das Unternehmen sei in vier Divisionen gegliedert: Elektrifizierungsprodukte, Prozessautomation, Antriebstechnik und Robotik. Das Unternehmen zähle weltweit zu den führenden Anbietern von Antrieben und Motoren. Im letzten Jahr habe ABB ein Wachstum von 21,8% verzeichnen können. Der Geschäftsbereich der Elektrifizierung decke die gesamte Wertschöpfungskette ab, von Umspannwerken bis zu Verbraucherstellen. Zu den wichtigsten Produkten würden die Ladeinfrastruktur für Elektroautos, die angesichts des Wandels in der Automobilindustrie zunehmend an Bedeutung gewinne, sowie Solarwechselrichter und Lösungen für die Automatisierung von Stromnetzwerken gehören. Besonders im Hinblick auf ESG würden diese Technologien immer mehr an Relevanz gewinnen.
Im Bereich Robotik liege der Fokus auf der Steigerung der industriellen Produktivität und Energieeffizienz. Der YuMi-Roboter sei ein kollaborativer Zweiarm-Roboter, der Menschen bei Kleinteilmontage unterstütze. Dieser trage zu effizienteren Prozessen bei.
Eine interessante Investitionsmöglichkeit könnte eine Multi-Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) (ISIN DE000VJ2MNG4 / WKN VJ2MNG) auf die Basiswerte NextEra Energy, Vestas Wind Systems und ABB sein, mit einer Fälligkeit am 18.12.2026. Diese Anleihe biete einen festen Kupon in Höhe von 12,25% (p.a). Anleger würden keine zusätzlichen Erträge erhalten (wie z.B. Dividenden) und keine weiteren Rechte aus den Basiswerten (Aktien) besitzen. Die Bewertung der Basiswerte erfolge am Laufzeitende.
Die Rückzahlung des Produkts sei abhängig von der Wertentwicklung der Basiswerte bei Fälligkeit:
2, Wenn der Kurs mindestens eines Basiswerts im Beobachtungszeitraum mindestens einmal unter der jeweiligen Barriere liege, könnten zwei Szenarien eintreten:
a) Anleger würden am Rückzahlungstermin den Nennbetrag erhalten, wenn der Referenzpreis aller Basiswerte am Bewertungstag auf oder über dem jeweiligen Basispreis liege.
b) Wenn der Referenzpreis mindestens eines Basiswerts am Bewertungstag unter dem jeweiligen Basispreis liege, würden Anleger den Basiswert mit der schlechtesten Wertentwicklung (Worst-Of) entsprechend des Bezugsverhältnisses dieses Basiswerts erhalten.
Multi-Aktienanleihen seien insbesondere für Anleger geeignet, die von zukünftig seitwärts tendierender Märkte oder von leichten Kursrückgängen und einer abnehmenden Volatilität ausgehen würden. Sie würden einen attraktiven festen Kupon bieten, der unabhängig von der Entwicklung der Basiswerte zur Auszahlung komme.
Zu beachten sei jedoch: Bei diesen Produkten würden Art und Höhe der Rückzahlung in Abhängigkeit der Entwicklung des Basiswerts mit der schlechtesten Wertentwicklung bestimmt (sogenannte Worst-Of-Struktur). Gegenüber Produkten ohne Worst-Of-Struktur bestehe ein erhöhtes Risiko eines Verlusts des investierten Betrags. Selbst wenn sich alle Basiswerte insgesamt positiv entwickeln würden, komme es für die Rückzahlung allein auf den Basiswert mit der schlechtesten Wertentwicklung an.
Da der weitere Kursverlauf der Aktien von einer Vielzahl konzernpolitischen, branchenspezifischen und ökonomischen Faktoren abhängig sei, sollten Anleger das Risiko bei ihren Investmententscheidungen berücksichtigen. Entwicklungen könnten jederzeit anders verlaufen, als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. (Ausgabe Januar 2026)
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Ausgewählte Risiken:
Korrelationsrisiko:
Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen bezieht sich auf mehrere Basiswerte. Damit ist der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreicht. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich ist, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt hat (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals ist daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.
Marktrisiko:
Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.
Emittenten-/Bonitätsrisiko:
Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (08.01.2026/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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