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08.01.26 08:53
Inflation fällt, Renditen sinken: Bund und Treasuries gesucht

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) schaut mit Zurückhaltung auf die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes im Jahr 2026, so die Analysten der NORD/LB in ihrer aktuellen Ausgabe von "NORD/LB am Morgen".

Die immer noch anhaltende, schwache Wirtschaft hinterlasse weiter ihre Spuren. 2025 habe die Arbeitslosenquote bei 6,3% gelegen. Dies korrespondiere mit der höchsten Arbeitslosigkeit seit zwölf Jahren. 2,948 Mio. Menschen seien im 2025-Jahresdurchschnitt ohne Beschäftigung gewesen. Wie gehe es weiter? Unternehmen würden kaum neues Personal anfragen. In 2025 seien so wenige neue Stellen wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr gemeldet worden. Andrea Nahles (BA-Chefin) fasse es wie folgt zusammen: "Die rechnerische Chance von Arbeitslosen, eine Beschäftigung aufzunehmen, war so niedrig wie nie." Kontrovers: Der Fachkräftemangel bleibe ein Problem.

Laut den neuen Daten des EU-Statistikamtes Eurostat sei die Inflation in der Euro-Zone (wie zuvor erwartet) weiter rückläufig. Im Dezember notiere die Teuerung bei 2,0% und damit exakt auf dem Zielwert der Europäischen Zentralbank. In Deutschland sei die Inflation im Dezember sogar auf 1,8% gefallen (niedrigster Wert sei mehr als einem Jahr (09/24: 1,6%)).

Anlagen in US- und EUR- Staatsanleihen seien zur Mitte der Woche gesucht gewesen. Amerikanische Staatsanleihen (US-Treasuries mit zehn Jahre Laufzeit) hätten bei 4,14% (minus 3 Bp) rentiert. Auch in Europa würden die Kurse steigen (resp. würden die Renditen fallen). Die europäische Inflation habe im Dezember eine Punktlandung auf 2% hingelegt. Renditen deutscher 10-jähriger Bunds würden auf 2,81% (minus 3 Bp) fallen. Anleihen der Peripherie würden im Gleichklang performen. Auch hier fallende Zinsen. (08.01.2026/alc/a/a)


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