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29.12.25 10:00
Schweiz: Negativzinsen wurden zuletzt ausgepreist

Bonn (www.anleihencheck.de) - Der KOF-Frühindikator in der Schweiz stieg im November geringfügig auf 101,7 an, so die Analysten von Postbank Research.

Der PMI für die fertigende Industrie habe sich im November weiter von 48,2 auf 49,7 Punkte erholt, der Dienstleister-PMI sei hingegen mit einem Rückgang von 47,8 auf 45,3 Punkte weiter in die Schrumpfungszone gefallen.

Die Inflationsrate sei im November unerwartet von 0,1% auf 0,0% gefallen, die Kerninflationsrate ebenfalls unerwartet von 0,5% auf 0,4%. Der Erzeugerpreisindex habe im November auf Jahressicht mit minus 1,6% weiterhin tief im deflationären Bereich verharrt.

Die Auswirkungen der US-Zölle würden sich verschärft bei den BIP-Daten für das 3. Quartal zeigen. Der Marktkonsens sei von einem Rückgang um 0,1% zum Vorquartal ausgegangen, das BIP jedoch um 0,5% gefallen.

2026 könnte besser werden, nachdem die USA und die Schweiz sich auf eine bis jetzt noch unverbindliche Handelsvereinbarung und eine Reduktion der Importzölle für Waren aus der Schweiz von 39% auf 15% geeinigt hätten - Pharmaerzeugnisse sollten den Zöllen nicht unterliegen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) habe die Leitzinsen auch im Dezember bei 0,00% belassen. Mitglieder der SNB hätten sich danach erneut wegen der damit verbundenen unerwünschten Nebeneffekte skeptisch zum Thema "Negativzinsen" geäußert. An den Swap-Märkten werde somit nur noch eine marginale Wahrscheinlichkeit eingepreist, dass innerhalb der kommenden zwölf Monate Negativzinsen zurückkehren würden.

Der Schweizer Franken sei Mitte November auf ein Zehnjahreshoch bei EUR/CHF 0,918 gestiegen. Er könnte auf Sicht von sechs Monaten auf 0,95 abwerten. (Währungsbulletin Januar 2026) (29.12.2025/alc/a/a)



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