Bonn (www.anleihencheck.de) - Im Oktober sank die britische Wirtschaftsleistung unerwartet wie bereits im September um 0,1%, so die Analysten von Postbank Research.
Der Marktkonsens habe auf einen Anstieg um 0,1% gesetzt. Nachdem das BIP bereits im dritten Quartal lediglich um 0,1% zum Vorquartal zugelegt habe, zeichne sich somit ein schwaches Schlussquartal ab.
Am Arbeitsmarkt habe der Lohndruck mit einem Anstieg um 4,7 zum Vorjahr im Oktober nach 4,9% im September leicht abgenommen. Die Arbeitslosenquote sei weiter angestiegen, und zwar auf 5,1 Prozent.
Die Inflationsrate sei im November wesentlich stärker als erwartet von 3,6% auf 3,2% gesunken, die Kerninflationsrate unerwartet von 3,4 auf 3,2% und die Dienstleistungsinflation ebenfalls unerwartet von 4,5% auf 4,4%.
Im November habe die Bank of England (BoE) den Leitzins in einem knappen Entscheid unverändert bei 4,0% belassen. Das Herbstbudget der Regierung sei am 26. November wohlwollend von den Märkten aufgenommen worden. Die Inflationsdaten vom November hätten die Zinssenkung der BoE am 18. Dezember ermöglicht, der im ersten Halbjahr 2026 zwei weitere folgen könnten.
Die Renditen zehnjähriger britischer Staatsanleihen (Gilts) seien nach dem Herbstbudget von 4,62% bis auf 4,42% gefallen und hätten sich etwas höher stabilisiert. Die der 30-jährigen seien von 5,45% bis auf 5,15% bzw. aktuelle 5,25% gefallen. Auf Sicht von sechs Monaten würden zehnjährige Gilts bei etwa 4,50% notieren. (Zinsbulletin Dezember 2025) (23.12.2025/alc/a/a)
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