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09.12.25 17:04
Fed-Entscheidung im Fokus: 90% Wahrscheinlichkeit für Zinssenkung - Märkte warten gespannt

Hamburg (www.anleihencheck.de) - In der aktuellen Ausgabe von "Berenberg Märkte - Monitor" beschäftigen sich die Analysten der Privatbank Berenberg mit den ausländischen Anleihekäufen japanischer Investoren.

Aktueller Marktkommentar: Nach der gesunden Korrektur hätten sich die Aktienindices wieder erholt und würden nahe ihrer Allzeithochs handeln. Das positive Bild täusche aber. Unterhalb der Oberfläche habe es eine große Dispersion gegeben. So hätten nur drei Sektoren in diesem Jahr den S&P 500 schlagen können: Kommunikationsdienste, Technologie und Industrie - wobei der Industriesektor nur marginal seit Jahresanfang vorne liege. Die einzige Möglichkeit, den S&P 500 auf Sektorebene in diesem Jahr zu übertreffen, habe also darin bestanden, in den größten Marktsegmenten übergewichtet zu sein. Ein Bild, was wir in der Vergangenheit häufiger gehabt hätten, so die Analysten der Privatbank Berenberg.

Begünstigt werde diese Outperformance nicht nur durch ordentliche Unternehmensgewinne, sondern zunehmend auch durch passive ETF-Flows. Die Outperformer bekämen ein höheres Indexgewicht und damit mehr inkrementelle, nicht-fundamentale Zuflüsse durch Index-Investoren. Da nicht nur ETFs, sondern auch andere Momentum-Strategien immer mehr Gelder einsammeln würden, sei es schwer, sich dagegen zu stellen. Hoffnung auf eine taktische Rotation bestehe nun aber aus Steuergründen ("Wash Sale Rule"). Verkaufte Aktien, um Verluste steuerlich geltend zu machen, dürften gegen Jahresende wieder zurückgekauft werden.

Kurzfristiger Ausblick: Die Woche dürfte ganz im Zeichen der Zinsentscheidung der Federal Reserve stehen. Nachdem die Erwartungen hinsichtlich einer Zinssenkung für diesen Dezember in den letzten Wochen stark geschwankt hätten, würden Marktteilnehmer nach taubenhaften Kommentaren einzelner Fed-Gouverneure nunmehr mit einer Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung am Mittwoch von rund 90% rechnen. An diesem Montag würden Daten zur Industrieproduktion (Okt.) aus Deutschland gemeldet. Neben dem Zinsentscheid der US-Notenbank würden die Verbraucherpreise (Nov.) aus China erwartet. Am Donnerstag würden die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung (Dez.) sowie die Erzeugerpreise aus den USA folgen. Vor dem Wochenende stünden das monatliche Bruttoinlandsprodukt (Okt.) aus Großbritannien sowie die Verbraucherpreise (Nov.) aus Frankreich auf dem Datenkalender. In der nächsten Woche würden die vorläufigen Einkaufsmanagerindices (Dez.) einiger europäischer Länder, für die Eurozone sowie die USA gemeldet. Am Mittwoch würden zudem die ZEW-Konjunkturerwartungen (Dez.) aus Deutschland folgen. (Ausgabe vom 08.12.2025) (09.12.2025/alc/a/a)


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