Hamburg (www.anleihencheck.de) - In der aktuellen Ausgabe von "Berenberg Märkte - Monitor" beschäftigt sich Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefanlagestratege und Leiter Multi Asset im Wealth and Asset Management bei Berenberg, mit der Unterbewertung von Silber gegenüber Gold.
Aktueller Marktkommentar: Die Kombination aus schwächeren US-Arbeitsmarktdaten und moderaten Inflationszahlen habe zu fallenden Anleiherenditen geführt. Der Markt preise inzwischen sogar eine kleine Wahrscheinlichkeit ein, dass die FED im September einen großen Zinsschritt wage und die Leitzinsen um 50 Basispunkte senke. Davon hätten auch andere Assetklassen profitiert. Die US-Aktienindices hätten neue Allzeithochs markiert, insbesondere Nebenwerte hätten deutlich zugelegt. Die Marktbreite habe sich spürbar verbessert, nicht zuletzt aufgrund einer Zunahme an Übernahmeangeboten. Auch Gold und Silber, das wir in unseren Multi-Asset-Strategien Ende August gekauft bzw. aufgestockt hatten, verzeichneten kräftige Gewinne - unterstützt durch einen schwächeren US-Dollar, so Dr. Bernd Meyer von Berenberg.
Der notorisch volatile September präsentiere sich bislang von einer freundlichen Seite, was allerdings das Risiko von Selbstzufriedenheit berge. Analysen würden jedoch zeigen, dass viele aktive Fondsmanager weiterhin unterinvestiert seien und zuletzt verstärkt Absicherungen nachgefragt worden seien. Bei diskretionären Anlegern herrsche keine Euphorie. Das sollte einen potenziellen Rückschlag aus unserer Sicht begrenzen.
Kurzfristiger Ausblick: Nachdem vergangene Woche die Inflations- und Arbeitsmarktdaten aus den USA mehr Einblick in die Entwicklung der US-Wirtschaft geschafft hätten, richte sich am Mittwoch der Anlegerblick auf den Zinsentscheid der Federal Reserve. Anzeichen eines sich abschwächenden Arbeitsmarktes und eine Inflation im Rahmen der Erwartungen dürften die Zentralbank dazu veranlassen, ihren Zinssatz das erste Mal seit neun Monaten weiter zu senken. Nach der Veröffentlichung der Zahlen zur chinesischen Industrieproduktion (Aug) würden am Dienstag die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen (Sep) sowie die Einzelhandelsumsätze aus den USA (Aug) folgen. Am Mittwoch und Donnerstag stünden neben der FED auch der Zinsentscheid der Bank of Canada und der Bank of England sowie die Verbraucherpreise der Eurozone (Aug) an. In der Folgewoche würden die vorläufigen PMIs der Eurozone, von Großbritannien sowie den USA gemeldet. Ende der Woche würden die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der USA (Sep) sowie der Michigan Consumer Sentiment Index (Sep) folgen. (Ausgabe vom 15.09.2025) (16.09.2025/alc/a/a)
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