Dublin (www.anleihencheck.de) - Die Federal Reserve (Fed) hat die Zinssätze nicht angepasst, so Daniel Loughney, Head of Fixed Income bei Mediolanum International Funds.
Auch habe sie das bisherige Narrativ zu den politischen Aussichten weitgehend beibehalten. Dennoch habe die US-Zentralbank bei ihren Prognosen etwas weniger zurückhaltend agiert und die beiden zuvor angekündigten Zinssenkungen für das Jahr beibehalten - das sei mehr, als der Markt eingepreist habe. Der langfristige Median liege damit bei 3,0 Prozent, während der Markt mit 3,125 Prozent gerechnet habe.
US-Notenbankchef Jerome Powell habe auf der Pressekonferenz allerdings nichts angedeutet, das für potenzielle, kurzfristige Lockerungen basierend auf den Daten sprechen würde. Stattdessen habe Powell darauf hingewiesen, dass der Arbeitsmarkt und die Wirtschaft nach wie vor solide seien und die Fed aufgrund der Zölle weiterhin von einer kurzfristig steigenden Inflation ausgehe. Auch die Unsicherheit sei nach wie vor historisch hoch, was für niedrigere Zinsprognosen spreche. Damit wären alle Szenarien der "Summary of Economic Projections" denkbar.
Zusammengefasst sei das Ergebnis der Sitzung neutral, da die Fed durch die anhaltende Unsicherheit in ihren Möglichkeiten etwas eingeschränkt sei. (Ausgabe vom 20.06.2025) (23.06.2025/alc/a/a)
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