Brüssel (www.anleihencheck.de) - Wie soll man sein Portfolio gegen die Ungewissheit wappnen, die Wirtschaft, Handel und Märkte derzeit bestimmen? Melanie Fritz aus dem Team Senior Institutional Sales der DPAM, nennt Argumente für Staatsanleihen in Lokalwährung aus Schwellenländern:
Schwellenländer würden schon aufgrund ihrer ökonomischen Bedeutung ins Portfolio: Sie würden inzwischen rund die Hälfte der Weltwirtschaft ausmachen. Viele von ihnen seien in besserer Lage als die Industriestaaten, was die Demografie angehe, und würden über deutlich bessere Staatsbilanzen und Institutionen als noch vor Jahren verfügen.
Auswahl und Gewichtungen der einzelnen Anleihen richten sich bei DPAM nach einem hauseigenen Nachhaltigkeits-Länderranking der verschiedenen Schwellenmärkte und nach unseren fundamentalen Einschätzungen. Das Ergebnis sei ein Portfolio, das breiter streue und mehr Chancen erschließe als die gängigen Schwellenländer-Bondindizes. Fürs laufende Jahr würden die Experten insbesondere von Anleihen aus Mittel- und Südamerika eine gute Entwicklung erwarten. Schwankungen des US-Dollar würden sich derzeit nutzen lassen, um Dollar-Anleihen aus Frontier Markets beizumischen (wo Investments in Lokalwährung oft nicht möglich seien).
Die US-Zölle könnten über höhere Inflation in einigen Schwellenländern zu Abwertungen der eigenen Währung führen. Diese Überlegung fließe in Auswahl und Gewichtung der einzelnen Länder mit ein. Diesem Risiko gegenüber stünden jedoch hohe laufende Renditen der ausgewählten Anleihen. (28.04.2025/alc/a/a)
© 1998 - 2026, anleihencheck.ariva-services.de