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02.04.25 09:45
Handelskrieg mit den USA: Anleiherenditen weiter unter Druck

Dublin (www.anleihencheck.de) - Donald Trump hat neue Zölle für Waren aus der Europäischen Union (EU) angekündigt, so Daniel Loughney, Head of Fixed Income bei Mediolanum International Funds.

Als Antwort rufe Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), nun zum "Marsch in die Unabhängigkeit" für Europa auf. Das umfasse die Bereiche Finanzen, Technologie, Verteidigung und Energie - und markiert eine potenziell bedeutende Verschiebung der transatlantischen Dynamik.

Zunächst habe Deutschland einen Paradigmenwechsel in der Finanzpolitik herbeigeführt und nun habe EZB-Präsidentin Lagarde zum Kampf aufgerufen: "Es ist Zeit, in die Unabhängigkeit zu marschieren". Lagardes Kommentare würden über die Finanzagenda hinausgehen und sich auch auf Finanzen, Energie und digitale Infrastruktur beziehen.

Der Ton von Lagardes Rede deute an, dass Europa nicht vor Vergeltungsmaßnahmen zurückschrecken werde. Und, dass der Wirtschaftsraum sich gegen mögliche schwierige Zeiten wappnen müsse. Deutschland und Italien, die beide auf Autoexporte angewiesen seien, würden voraussichtlich am stärksten betroffen sein. Steigende Produktionskosten und Unterbrechungen der Lieferketten würden die Wirtschaftstätigkeit bremsen. Auch der europäische Stahl- und Aluminiumsektor sei gefährdet.

Ein lang anhaltender Zollkrieg würde das Wachstum schwächen, die Arbeitslosigkeit erhöhen und letztlich zu einer Disinflation/Deflation führen. Es sei daher nicht überraschend, dass der Anleihemarkt weitere Zinssenkungen eingepreist habe, während die Renditen von Anleihen mit längeren Laufzeiten und die Breakeven-Inflationsraten gesunken seien. Ohne irgendeine Form von Kehrtwende seitens Donald Trump werde der Abwärtsdruck auf die Renditen anhalten. (Ausgabe vom 01.04.2025) (02.04.2025/alc/a/a)


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