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03.02.25 09:15
Japanische Zinsen auf 17-Jahres-Hoch

Paris (www.anleihencheck.de) - Die japanische Notenbank hat am vergangenen Freitag die Leitzinsen auf den höchsten Stand seit der weltweiten Finanzkrise 2008 angehoben, so die Experten der BNP Paribas in einer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Es sei die erste Zinserhöhung seit Juli des vergangenen Jahres gewesen. Der kurzfristige Leitzins sei wie von den meisten Ökonomen erwartet von 0,25 auf 0,5 Prozentpunkte gestiegen. Der Schritt untermauere die Entschlossenheit der Bank of Japan, die Zinsen schrittweise auf rund ein Prozent anzuheben - ein Niveau, das nach Ansicht von Analysten weder zu einer Abkühlung noch zu einer Überhitzung der japanischen Wirtschaft führen werde. Da es zudem keine nennenswerten Abwärtsrevisionen der Konjunkturaussichten seitens der Notenbank gegeben habe, bleibe die Tür für eine weitere Anhebung um 25 Basispunkte bis zum Jahresende offen.

Zinsschere öffne sich weiter

Der Yen habe seit der jüngsten Notenbanksitzung gegenüber dem Euro um rund ein Prozent aufgewertet. Zumindest nach den Lehrbüchern besitze die Nippon-Währung weiteres Aufwärtspotenzial, da die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag ihren Leitzins - ebenfalls wie erwartet - um 0,25 Prozentpunkte auf 2,75 Prozent zurückgenommen habe. EZB-Präsidentin Christine Lagarde habe erst beim Weltwirtschaftsforum in Davos unterstrichen: "Die Richtung ist sehr klar." Eine schrittweise Bewegung sei "sicherlich etwas, was nahezuliegen scheint". Selbst die im Dezember mit 2,6 Prozent über dem Zwei-Prozent-Ziel der EZB liegende Inflation scheine sie nicht davon abzubringen. (Ausgabe vom 31.01.2025)
(03.02.2025/alc/a/a)


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