Hannover (www.anleihencheck.de) - Der Haushaltsstreit in Frankreich sorgt für eine Ausweitung der Riskoprämien bei französischen Anleihen, so die Analysten der Nord LB.
Der Renditeabstand zehnjähriger französischer Staatsanleihen zu Deutschen Bundesanleihen steige auf den höchsten Stand seit 2012.
Das am Mittwochabend deutscher Zeit veröffentlichte Sitzungsprotokoll des FOMC solle Aufschluss darüber geben, wie sich in den USA künftig die Zinsen entwickeln würden. Der Ton sei zwar nach wie vor eher falkenhaft, denn die Inflationsbekämpfung sei noch immer nicht vorbei. Aus dem Echo könne aber keine Präferenz herausgehört werden.
Die Inflationsdaten des PCE-Deflators würden weder Entspannung noch Anspannung an der US-Preisfront signalisieren. Mit 0,2% m/m verharre dieser auf dem Vormonatswert. Die Kernrate verbleibe mit 0,3% m/m ebenfalls konstant. Im Umkehrschluss komme von der Nahrungs- und der Energiekomponente kein Inflationsdruck. Letzterer sei sogar den dritten Monat in Folge rückgängig.
Durch einen Anstieg des individuell verfügbaren Einkommens weite sich der finanzielle Spielraum etwas aus. Es bleibe abzuwarten, ob die vergleichsweise fast schon langweilig anmutende Ruhepause des FOMC lange währe oder ob Trump seine Wahlkampfversprechen wahr mache und einen Umbau der Geldpolitik umsetze.
Heute dürfte die Schnellschätzung zum November-Datenkranz beim Verbraucherpreisindex in Deutschland die meiste Aufmerksamkeit erfahren. Zwar würden hier wie üblich noch keine tiefergehenden Details mitgeliefert, doch sei in jedem Fall mit einem fortgesetzten holprigen Inflationsverlauf zu rechnen. Diese neuen makroökonomischen Daten könnten zudem bereits Eingang in den Redebeitrag des EZB-Chefvolkswirt am Abend finden. Eher am Rand des heutigen Spielfelds stehe überdies das November-Update zu den monatlichen Stimmungsindikatoren an, die durch die EU-Kommission erhoben würden. (28.11.2024/alc/a/a)
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