Paris (www.anleihencheck.de) - Ende September ist das Pfund Sterling gegenüber der Gemeinschaftswährung auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren gestiegen, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Devisenhändler hätten nur noch 0,83 Pfund je Euro gezahlt. Hauptgrund sei der britische Wirtschaftsmotor, der wieder zunehmend Fahrt aufnehme. Laut dem Statistikamt ONS sei das Bruttoinlandsprodukt im September um 0,2 Prozent gestiegen, nachdem es in den beiden Vormonaten stagniert habe. Um internationale Investoren anzuziehen, wolle die seit Juli amtierende Regierung unter Premierminister Keir Starmer zudem die Regulierung lockern. Der Labour-Politiker habe dazu am Montag auf einer internationalen Konferenz in London neue Schritte angekündigt.
Vor dem Hintergrund der an Fahrt gewinnenden Wirtschaft könnte das Pfund noch ein wenig Luft nach oben haben, obwohl die Bank of England (BoE) womöglich schon recht bald erneut die Zinsen senken könnte. Der Hintergrund sei, dass die britischen Verbraucherpreise im September mit 1,7 Prozent weniger stark gestiegen seien, als von Ökonomen erwartet worden sei. Die Teuerung sei damit auf dem niedrigsten Stand seit April 2021 und liege unter dem Inflationsziel der BoE von 2 Prozent. Die am Mittwoch veröffentlichten Daten erhöhten somit die Chancen für die zweite Zinssenkung in diesem Jahr am 7. November deutlich. Im September habe die britische Notenbank die Füße stillgehalten, nachdem sie im August die Zinswende eingeleitet habe. (18.10.2024/alc/a/a)
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