Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Aussicht auf weniger starke und schnelle Zinssenkungsschritte der FED ließen indes die Rentenmärkte zum Wochenausklang schwächeln, so die Analysten der Nord LB.
Eine zurückhaltende Lohn-Politik sei Wasser auf die Mühlen der Europäischen Zentralbank (EZB). EZB-Vize Luis de Guindos habe am Freitag die jüngst gemeldeten Inflationsdaten als positive Überraschung bezeichnet (erstmalig seit Mitte 2021 notiere die Inflation in der Euro-Zone unterhalb der Zielmarke von zwei Prozent). Laut de Guindos könne damit zum Ende des Jahres 2025 das Ziel der Preisstabilität erreicht werden. Den Kampf gegen die Inflation für beendet zu erklären, wäre derzeit aber noch verfrüht.
In der neuen Woche stünden die Wortmeldungen von Offiziellen der EZB und der FED im Fokus. Zudem dürfte genau auf die Angaben zur Preisentwicklung in den USA zu achten sein. Dabei sollten vor allem die aktuellen Angaben zu den Konsumentenpreisen ins Blickfeld der Marktteilnehmer rücken. Hier sei grundsätzlich mit keinem größeren Gegenwind für die Notenbanker in Washington zu rechnen. Allerdings werde bei dieser Zeitreihe genau auf die Entwicklung der Lebenshaltungskosten im wichtigen Segment Wohnung zu achten sein. An dieser Stelle sei wohl allenfalls mit leichten Besserungstendenzen zu rechnen.
Zudem sollte das FOMC-Sitzungsprotokoll im Auge behalten werden. Dieses Dokument könne den Märkten vielleicht dabei helfen, die Diskussionsprozesse innerhalb der FED etwas besser zu verstehen. (07.10.2024/alc/a/a)
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