Hannover (www.anleihencheck.de) - Wichtige Konjunkturdaten fehlten gestern - entsprechend handelten die Rentenmärkte impulslos und ruhig, so die Analysten der Nord LB.
Das DIW-Konjunkturbarometer habe im August um fast vier Zähler auf 83,4 Punkte nachgegeben und sich damit weiter von der neutralen 100-Punkte-Marke entfernt. Die deutsche Wirtschaft habe damit spürbar an Schwung verloren. Laut DIW-Institut bremse die schwache weltwirtschaftliche Entwicklung, insbesondere in China und im Euroraum, die deutsche Exportwirtschaft, was gleichzeitig zu geringen Investitionen dieser Unternehmen führe. Darüber hinaus bleibe das Zinsniveau trotz der eingeleiteten Zinswende hoch. Der private Konsum dürfte aber dank niedrigerer Inflationsraten und steigenden Einkommen zur Stabilisierung beitragen.
Für den deutschen Markt seien heute ganz klar die vorläufigen Inflationsdaten für den August im Fokus. Am aktuellen Rand dürften sich diese milde im Sinne der Währungshüter entwickeln, wobei die Analysten von einer Veränderungsrate von 0,1% M/M ausgehen würden - sowohl beim CPI als auch beim HVPI. Als größte Volkswirtschaft im Euroraum hätten diese Daten entsprechendes Gewicht für die Strategie der EZB.
Richte sich der Blick am frühen Nachmittag auf die USA, so könne ebenfalls mit Inflationsdaten gerechnet werden - in Form des BIP-Preisdeflators - sowie dem BIP für Q2 selbst. Hierbei handele es sich allerdings um die erste Revision; eine marginale Adjustierung des BIP nach unten würden die Analysten zwar für angemessen halten, dabei aber nicht die Performance der Wirtschaft in dem zweiten Quartal negieren. (29.08.2024/alc/a/a)
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