London (www.anleihencheck.de) - Vor der FED-Sitzung im September stehen noch wichtige Konjunkturdaten an, insbesondere die US-Arbeitsmarktdaten für Juli, die am Freitag um 14:30 Uhr veröffentlicht werden, so die Experten von eToro.
Die Prognosen würden auf einen moderaten Anstieg der Beschäftigung um 175.000 Stellen hindeuten, einen Rückgang des Lohnwachstums von 3,9 Prozent auf 3,7 Prozent und eine unveränderte Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent.
Besser als erwartete US-Arbeitsmarktdaten könnten die Hoffnungen auf Zinssenkungen dämpfen. Die Prognosen der FED für Juni würden lediglich auf eine Zinssenkung im Jahr 2024 hindeuten, während die Märkte drei Anpassungen erwarten würden. Die Wahrscheinlichkeit einer kleinen Senkung um 25 Basispunkte im September liege derzeit bei 90 Prozent.
Im besten Fall könnten die Daten im "Sweet Spot" liegen und eine kontrollierte Abkühlung am Arbeitsmarkt signalisieren. Dies würde mindestens zwei Zinssenkungen wahrscheinlicher machen und den breiten Aktienmarkt stützen. Die FED könnte so ein "Soft Landing" erreichen.
Im schlechtesten Fall würden die Daten die Rezessionsrisiken erhöhen, was wiederum zu stärkeren Schwankungen bei Indices wie dem S&P 500 und NASDAQ führen könnte. Für langfristige Anleger könnten stärker schwankende Märkte jedoch bessere Einstiegschancen bieten. Sollte es in den nächsten Monaten zu einem Einbruch am US-Arbeitsmarkt kommen, könnte die FED gezwungen sein, die Zinsen stärker zu senken (um 50 Basispunkte) - ein weniger wahrscheinliches Szenario, das die Märkte derzeit auch nicht einpreisen würden.
Je häufiger die FED die Zinsen senke oder je stärker die Erwartungen an Zinssenkungen steigen würden, desto mehr könnte der Goldpreis profitieren. Dies liege an dem damit einhergehenden Rückgang der US-Anleiherenditen und der Abwertung des Dollars. (01.08.2024/alc/a/a)
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