Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Industrieproduktion in Ungarn sank im Mai überraschend um 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und lag damit deutlich unterhalb des Rückgangs im Vormonat (-2,4 Prozent), so die Analysten von Postbank Research.
Die zuletzt aufkeimenden Hoffnungen hätten sich damit als kurzlebig erwiesen.
Ein besseres Lagebild habe im Mai hingegen der Arbeitsmarkt geliefert. Die Arbeitslosenquote sei leicht auf 4,4 Prozent gesunken (zuvor 4,5 Prozent). Der positive Beschäftigungstrend habe sich hier fortgesetzt, und Analysten würden gute Chancen sehen, dass diese Entwicklung anhalte. Insbesondere hinsichtlich der weiteren Lohnentwicklung könnte dies über den Konsum die Binnennachfrage stärken.
Die Inflation habe auf Jahressicht mit 3,7 Prozent im Juni unter dem Vormonatswert von 4,0 Prozent gelegen. Im Monatsvergleich habe sie stagniert. Allerdings sei die Kernrate mit 4,1 Prozent leicht gestiegen, was den künftigen Handlungsrahmen bei Zinssenkungen einschränke. Die Analysten würden dennoch nicht das Ende des Zinssenkungszyklus gekommen sehen, zumal die Wirtschaft - wie eben insbesondere für die Industrie festgestellt - Anzeichen einer erneuten Abkühlung zeige.
Die Postbank sehe den EUR/HUF (Ungarischer Forint)-Kurs (390) in den nächsten sechs Monaten wenig verändert bei EUR/HUF 400,00. (Ausgabe Währungsbulletin August 2024) (25.07.2024/alc/a/a)
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