Bonn (www.anleihencheck.de) - China hat am 22. Juli 2024 die Märkte überrascht und die Leitzinsen für 1- und 5-jährige Kredite um jeweils 10 Basispunkte auf 3,35% bzw. 3,85% sowie den 7-tägigen Reverse-Repo-Satz auf 1.7% gesenkt, so die Analysten von Postbank Research.
Die PBoC werde wahrscheinlich ihren geldpolitischen Rahmen ändern und den Schwerpunkt von der 1-jährigen mittelfristigen Kreditfazilität auf den 7-tägigen Reverse-Repo-Satz verlagern, um eine effektivere Transmission der kurzfristigen Zinssätze zu erreichen. An diesem Mittwoch werde Japan die Einkaufsmanagerindices der Jibun-Bank für Juli veröffentlichen. Im Juni sei der EMI für das Verarbeitende Gewerbe expansiv gewesen, während der EMI für den Dienstleistungssektor wieder unter die 50er-Marke gerutscht sei.
Der am Donnerstag kommende PPI für den Dienstleistungssektor dürfte seinen Aufwärtstrend mit 2,6% gegenüber 2,5% im Mai fortsetzen, da die Unternehmen gestiegene Kosten aufgrund der Lohnerhöhungen an ihre Kunden weitergeben würden. Der Tokioter Kerninflationsindex (ohne frische Lebensmittel) werde im Juli voraussichtlich ebenfalls auf 2,2% steigen, ggü. 2,1% im Juni. Der endgültige Vorlauf- und Koinzidenzindex für Mai werde wahrscheinlich einen Aufwärtstrend aufweisen, der die positive Wirtschaftsstimmung widerspiegele.
Fazit: Unterschiedliche Trends in China und Japan würden derzeit zu gegensätzlichen wirtschaftlichen und geldpolitischen Aussichten führen. (Ausgabe vom 22.07.2024) (23.07.2024/alc/a/a)
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