Paris (www.anleihencheck.de) - Mit über als 174 Yen je Euro erreichte die Gemeinschaftswährung in dieser Woche den höchsten Stand seit ihrem Bestehen, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Allein seit Beginn dieses Jahres habe der Euro zum Yen um mehr als 10 Prozent aufgewertet. Auch die im März eingeleitete geldpolitische Wende der Bank of Japan mit der ersten Zinserhöhung seit 2007 habe den taumelnden Yen nicht bremsen können. Nun solle es die Politik richten. Der japanische Finanzminister Shunichi Suzuki habe sich besorgt über die Auswirkungen auf die Binnenwirtschaft gezeigt und erst vor wenigen Tagen die Bereitschaft der Regierung betont, die "notwendigen Maßnahmen" gegen die Yen-Schwäche zu ergreifen. Das Schatzamt könnte demnach japanische Devisen kaufen, um die eigene Währung zu stützen.
Ob ein Markteingriff jedoch eine nachhaltige Wirkung erziele, sei keineswegs gewiss. Bereits Ende April dieses Jahres habe sich die Bank of Japan mit umgerechnet rund 57 Milliarden Euro erfolglos gegen den Yen-Verfall gestemmt. Jetzt würden die Wetten am Markt steigen, dass die Währungshüter noch in diesem Monat ein zweites Mal die Zinsen anheben könnte. Doch die Notenbanker seien in der Zwickmühle: Einerseits möchten sie die Zinswende nach vielen Jahren der Nullzinspolitik behutsam einleiten, um die Konjunktur nicht zu gefährden und eine moderate Inflation zu erreichen. Auf der anderen Seite drohe die anhaltende Talfahrt des Yen die Preise zu stark in die Höhe zu treiben. (Ausgabe 05.07.2024) (08.07.2024/alc/a/a)
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