Bonn (www.anleihencheck.de) - Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe sank im Juni von 50,4 auf 50,1 Punkte, so die Analysten von Postbank Research.
Der PMI der Dienstleister habe von 53,8 auf 49,8 Zähler nachgegeben, womit der Sektor zum ersten Mal seit August 2022 wieder geschrumpft sei. Beide Indikatoren seien schwächer ausgefallen als Analysten erwartet hätten.
Erwartungsgemäß habe die Bank of Japan auf ihrer Juni-Sitzung das Leitzinsband bei 0,0 bis 0,1 Prozent belassen. Des Weiteren möchte sie auf dem nächsten Treffen am 31. Juli einen Plan für die sukzessive Reduktion der Anleihekäufe vorlegen. Gouverneur Ueda zufolge könnte das Ausmaß der quantitativen Straffung erheblich ausfallen. Zudem habe er eine Anhebung des Leitzinses im Juli nicht ausgeschlossen. Die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage sei ohne signifikante Anpassungen geblieben. Weiterhin befinde sich die Wirtschaft auf moderatem Erholungskurs, obwohl zuletzt eine gewisse Schwäche zu beobachten gewesen sei.
Die Märkte hätten die Sitzung als taubenhaft eingeschätzt, einige Akteure bereits auf der jüngsten Sitzung mit einer Reduktion der Anleihekäufe gerechnet. Nach zwischenzeitlicher Erholung habe der Yen wieder auf EUR/JPY 171,20 zurückgesetzt. Auf Sicht von sechs Monaten könnte er jedoch auf EUR/JPY 163 zulegen, falls die Währungshüter Japans ihre Geldpolitik straffen würden. (Währungsbulletin Juli 2024) (03.07.2024/alc/a/a)
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