Boston (www.anleihencheck.de) - Christine Lagarde betonte, die Entscheidung zur Senkung der Zinsen beruhe auf dem insgesamt gestiegenen Vertrauen in die Inflationsprognosen, so Annalisa Piazza, Fixed Income Research Analyst, MFS Investment Management.
Nach einigen Jahren schlechter Projektionen hätten sich Zuverlässigkeit und Belastbarkeit der Projektionen verbessert. Angesichts der wenig treffenden Inflationsvorhersagen seitens der Zentralbanken (und zugegebenermaßen aller Akteure) in den letzten Jahren könnte diese Aussage etwas überraschen.
Lagarde äußere sich sehr vage, was zu einer gewissen Nervosität an den Märkten geführt habe, die auf ein klareres Bild gehofft hätten.
Mit Blick auf die Zukunft würden die gestrige EZB-Sitzung und die Mitteilung darauf hindeuten, dass die EZB in den nächsten Quartalen wahrscheinlich nicht zu einer vierteljährlichen Senkung übergehen werde. "Lagarde sieht uns noch weit davon entfernt, obwohl die neutralen Zinssätze höher liegen als vor der Pandemie. Wir haben also noch 100-125 Basispunkte Spielraum, bis die Inflation 2025 zwei Prozent erreicht", so Annalisa Piazza. (07.06.2024/alc/a/a)
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