Boston (www.anleihencheck.de) - Benoit Anne, Anleiheexperte bei MFS Investment Management, erläutert, warum einmalige Zinssenkungen eher unwahrscheinlich sind.
Der erste Schritt sei immer der schwerste. Die Experten würden davon ausgehen, dass in dieser Woche weltweit Zentralbanken ein Feuerwerk zünden würden.
Mit anderen Worten: Es würden noch mehr Zinsentscheidungen kommen, nicht nur von der EZB, sondern auch von der Bank of Canada, der FED und sogar von der Bank of England. Die gute Nachricht sei, dass die Maßnahmen der EZB den Euro-Anleihen zugutekommen würden. Nach Ansicht der Experten stünden die Sterne für Unternehmensanleihen der Eurozone günstig, angefangen bei einem positiven makroökonomischen Umfeld bis hin zu einer attraktiven Bewertung auf relativer Wertbasis, insbesondere wenn man die Break-Even-Spreads und Break-Even-Renditen betrachte.
Auch der technische Hintergrund sei günstig, einschließlich der recht robusten Zuflüsse in die Anlageklasse. Unabhängig davon, ob man das Durations- oder das Kreditrisiko betrachte, seien europäische festverzinsliche Wertpapiere für die kommende Zeit insgesamt also gut aufgestellt. (05.06.2024/alc/a/a)
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