Genf (www.anleihencheck.de) - Die Märkte konzentrieren sich aktuell auf Zinssenkungen, und nur auf Zinssenkungen. Das ist ein Fehler, denn der Werkzeugkasten einer Zentralbank enthält noch andere Instrumente, so Eric Vanraes, Head of Fixed Income bei Eric Sturdza Investments.
Das Quantitative Tightening (QT oder auch quantitative Straffung) sei ein alternatives Instrument zur Zinspolitik. Jerome Powell habe gestern das Auslaufen der quantitativen Straffung im Juni bestätigt und infolgedessen eine virtuelle Zinssenkung angekündigt.
Die Rede von Jerome Powell lasse sich demnach in einem Wort zusammenfassen: Erleichterung! Die FED räume zwar ein, dass die Inflationsentwicklung nicht ihren Erwartungen entspreche, nachdem in den letzten Monaten keine Besserung eingetreten sei. Das sei aber kein Grund zur Sorge! Mindestens eine Zinssenkung sei in diesem Jahr noch wahrscheinlich. Und was noch wichtiger sei: Eine Zinserhöhung sei unwahrscheinlich.
Demnach würden die Zinssenkungen zwar aufgeschoben, aber nicht aufgehoben. Weniger Zinssenkungen im Jahr 2024 würden zudem mehr Zinssenkungen im Jahr 2025 bedeuten. (02.05.2024/alc/a/a)
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