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03.04.24 10:28
Verbraucherpreise in Deutschland: Inflationssorgen (vorerst) zerstreut

London (www.anleihencheck.de) - Der DAX verzeichnet einen Gewinn von über 10 Prozent seit Jahresbeginn, angetrieben nicht nur vom KI-Boom, sondern auch von der Hoffnung auf eine Entspannung der Preissituation, so die Experten von eToro.

Die Daten für März würden diese Annahme bestätigen und die Sorgen vor einer zweiten Inflationswelle zerstreuen, die kürzlich wieder aufgekommen seien.

Die Verbraucherpreise würden die Story einer ersten Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank im Juni stützen. Die Inflationsrate sei im Vergleich zum Vorjahresmonat von 2,5 auf 2,2 Prozent gesunken, den niedrigsten Stand seit Mai 2021. Auf Monatsbasis sei die Teuerung mit 0,4 Prozent weniger stark angestiegen als prognostiziert.

Trotzdem sei die Inflation noch nicht endgültig besiegt. Auf europäischer Ebene liege die Inflation bei 2,8 Prozent, wobei die Kernrate sogar bei 3,5 Prozent liege. Doch Deutschland, als Europas Wirtschaftsmotor, trage zur Hoffnung auf eine baldige Zinswende bei, da die Wirtschaft in einer Rezession stecke, was die Inflationsrate nach unten drücke.

Möglicherweise liege die größte Gefahr weniger in einem Wiederanstieg der Inflation, sondern vielmehr in einer verzögerten geldpolitischen Reaktion. Die Zinswende stehe zweifellos bevor, was die Sektorrotation kräftig antreiben dürfte. Besonders der DAX, der sehr konjunktursensibel sei, würde davon profitieren. Dies betreffe die leidende Industrie, den stagnierenden Immobilienmarkt und den stetig wachsenden Technologiesektor. (Ausgabe vom 02.04.2024) (03.04.2024/alc/a/a)


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