Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Per saldo hat sich das Renditeniveau in der letzten Woche nicht wesentlich verändert und auch der EUR/USD-Kurs pendelt seit Tagen um die 200-Tagelinie, so die Analysten der Helaba.
Die Datenveröffentlichungen hätten unterschiedliche Signale gegeben und so würden Zinssenkungserwartungen - hauptsächlich fokussiert auf den Juni und das zweite Halbjahr - bei beiden wichtigen Notenbanken präsent bleiben. Dies decke sich weitgehend mit den Einschätzungen der Notenbanker. Sowohl bei der FED als auch bei der EZB sehe man den Bedarf einer geldpolitischen Lockerung, diese solle aber nicht übereilt und stets in Abhängigkeit der eingehenden Daten getroffen werden. Im Vorfeld der EZB-Sitzung in dieser Woche gebe es vermutlich keine Impulse mehr, die die Erwartungen im März unveränderter Zinsen noch in Frage stellen würden.
Die Zinserwartungen beiderseits des Atlantiks seien ähnlich stark ausgeprägt, wobei die Wahrscheinlichkeiten bezüglich der FED im Juni wieder etwas höher gehandelt würden. Die konjunkturellen Differenzen zwischen beiden Währungsräumen würden zwar nahelegen, dass die EZB unter größerem Druck stehe, die Historie aber zeige, dass die FED in der Regel die Nase vorn habe, zumal das US-Zinsniveau auch höher sei.
In dieser Gemengelage habe der Euro zum US-Dollar im Wochenverlauf nicht weiter zulegen können und pendele aktuell zwischen den Begrenzungen in Form der 21- und der 55-Tagelinie bei 1,0790 bzw. 1,0880. Weiterhin konstruktiv seien die Indikatoren, vor allem die Kaufsignale von MACD und DMI. Zuletzt hätten die Indikatoren aber an Schwung verloren, sodass es ratsam erscheine, den nächsten Richtungsimpuls abzuwarten. (04.03.2024/alc/a/a)
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