Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In einer Woche ohne marktbewegende Konjunkturdaten finden Unternehmensberichte oftmals besondere Beachtung, so die Analysten der DekaBank.
Früher seien es in den USA große Einzelhändler, Chemieunternehmen oder Automobilhersteller gewesen, die Rückschlüsse auf die Konjunktur und damit die Gewinnperspektiven geliefert hätten. Heute seien es die großen Unternehmen mit ihrer zukunftsträchtigen Digitalisierungserzählung: So hätten die Quartalszahlen des Chipkonzerns NVIDIA die im Vorfeld sehr hohen Markterwartungen sogar deutlich übertroffen.
In dieser Woche dürfte der Fokus auf dem Inflationsgeschehen liegen. In den USA werde am Donnerstag der Deflator für die privaten Konsumausgaben bekannt gegeben. Bei diesem für die FED wichtigsten Inflationsmaß sei in der Kernrate, vor allem bei den Dienstleistungspreisen, mit einem kräftigen Anstieg gegenüber dem Vormonat zu rechnen.
Auch in Euroland würden die recht hartnäckigen Inflationsprozesse im Dienstleistungssektor der EZB etwas Sorgen machen. Allzu rasche Leitzinssenkungen könnten die Marktteilnehmer nicht mehr erwarten. Doch reiche die Aussicht auf die Leitzinswende ab dem Sommer nach wie vor für eine konstruktive Stimmung der Marktteilnehmer aus. (Ausgabe vom 26.02.2024) (27.02.2024/alc/a/a)
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