Dublin (www.anleihencheck.de) - Die Sitzung der FED wird zwar einen geringen Einfluss auf die bisherigen Prognosen haben, immerhin wird keine Veränderung der Leitzinsen erwartet, deshalb mögen einige die Sitzung als irrelevant betrachten, interessant bleibt jedoch die mitschwingende Stimmung, ob es zu Zinssenkungen in der kommenden Sitzung im März kommen wird, so Charles Diebel, Leiter Fixed Income bei Mediolanum International Funds.
Die Chancen dafür stünden bisher noch bei 50 Prozent. Sollten Powell und Co. nicht auf die Idee einer baldigen Zinssenkung eingehen, wovon auszugehen sei, werde der Markt eine defensive Haltung einnehmen und die Renditen würden wahrscheinlich wieder etwas steigen. Grund dafür sei die anhaltende Robustheit der veröffentlichten Daten, die an sich noch keine Zinssenkung nahelegen würden. Sollte Powell hingegen auf eine Lockerung der Geldpolitik im Rahmen der Sitzung im März anspielen - was unwahrscheinlich sei - sollten die Renditen schnell wieder auf die Tiefststände von Ende 2023 zurückgehen.
Auf der Sitzung des geldpolitischen Ausschusses der Bank of England (BoE) am Donnerstag dürften die Zinssätze ebenfalls beibehalten werden. Der offizielle Tenor sei nach wie vor, dass es für eine Zinswende noch zu früh sei - trotz schwacher Wirtschaftsdaten. Kurz gesagt: Die Inflation sei noch nicht ausreichend gefallen. Hier stimmen wir mit der allgemeinen Stimmung am Markt überein und rechnen vor dem Sommer nicht mit einer Zinssenkung, so Charles Diebel, Leiter Fixed Income bei Mediolanum International Funds. Die Unsicherheit über die Ergebnisse der Sitzung sei im Vergleich zur FED wesentlich geringer, sodass der Markt für britische Staatsanleihen (Gilt) zusammen mit dem Pfund ziemlich stabil bleiben dürfte. Und obwohl es dafür wahrscheinlich noch zu früh sei, lohne es sich trotzdem, in den Aussagen der Währungshüter der BoE auf Nuancen zu achten, die auf potenzielle Lockerungen hindeuten würden. (31.01.2024/alc/a/a)
© 1998 - 2026, anleihencheck.ariva-services.de