London (www.anleihencheck.de) - Der Deutsche Aktienindex verzeichnete seit seinem Oktober-Tiefstand einen kräftigen Anstieg von über 16 Prozent, trotz der klaren geldpolitischen Absichten der Europäischen Zentralbank (EZB), die eine frühzeitige Zinswende ausschließt, so die Experten von eToro.
Dies zeige deutlich die Uneinigkeit zwischen der EZB und den Finanzmärkten, die 2024 als das Jahr für unvermeidliche Zinssenkungen deuten würden.
Die treibende Kraft hinter dieser Aktienrally sei der Verbraucherpreisindex für Deutschland, der im November auf 3,2 Prozent gefallen sei - der niedrigste Stand seit Juni 2021. Die Kosten für Lebensmittel seien moderater gestiegen, während die Energiepreise stärker gesunken seien. Trotz eines kontinuierlichen monatlichen Rückgangs seit Juni werde erwartet, dass die Inflation im Dezember auf 3,8 Prozent gestiegen sei, wie die Daten am Donnerstag um 14:00 Uhr zeigen könnten.
Ein weniger dynamischer Anstieg der Inflation könnte ausreichen, um die Hoffnung auf eine baldige Zinswende am Leben zu erhalten. Auf der anderen Seite könnte eine Inflationsrate von über 4 Prozent die Märkte dazu bewegen, ihre Erwartungen zu dämpfen. Gewiss sei jedoch, dass die angeschlagene Wirtschaft der EZB dabei behilflich sein werde, die Inflation in den kommenden Monaten nachhaltig zu senken. (Ausgabe 02.01.2024) (03.01.2024/alc/a/a)
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