Bonn (www.anleihencheck.de) - Die wirtschaftliche Erholung Chinas gestaltet sich weiterhin zäh, erste Lichtblicke zeichnen sich jedoch am Horizont ab, so die Analysten von Postbank Research.
Ausländische Anleger würden wegen der weiter ansteigenden Renditedifferenzen Kapital aus chinesischen Staatsanleihen abziehen. Der Renminbi sei zum USD Anfang September mit USD/CNY (Chinesischer Renminbi Yuan) 7,35 auf ein 16-Jahres-Tief gesunken, habe sich seitdem aber wieder erholt.
Die Verbraucherpreisinflation sei noch im Juli um 0,3 Prozent zum Vorjahr gesunken, im August habe sie sich mit einem Anstieg um 0,1 Prozent aus dem deflationären Bereich zurückgekämpft. Die Erzeugerpreisindex-Inflation sei von -4,4 auf -3,0 Prozent gestiegen.
Die PBoC habe an ihren Zinssätzen festgehalten, aber weitere geldpolitische Stimuli auf den Weg gebracht.
Noch Mitte Juli sei der Renminbi zum Euro auf ein 2,5-Jahres-Tief bei EUR/CNY 8,11 gefallen. Seitdem sei er eher zum USD unter Druck geraten, habe aber zum Euro merklich aufgewertet. Auf Sicht von sechs Monaten könnte er vom aktuellen Niveau bei EUR/CNY 7,67 zurück auf EUR/CNY 8,14 sinken, falls die EZB restriktiver agiere als momentan eingepreist. (Ausgabe Währungsbulletin Oktober 2023) (11.10.2023/alc/a/a)
© 1998 - 2026, anleihencheck.ariva-services.de