London (www.anleihencheck.de) - Eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums könnte der Federal Reserve in ihrer geldpolitischen Strategie Unterstützung bieten, so die Experten von eToro.
Die Federal Reserve habe die Zügel der Geldpolitik fest im Griff, und ihr ehrgeiziges Ziel sei klar: die Inflation auf das angestrebte Niveau von zwei Prozent zurückzuführen. Wann der Zeitpunkt für eine Zinswende gekommen sei, hänge von einem entscheidenden Faktor ab - wie schnell dieses Ziel erreicht werde. Und dabei werde vor allem das Tempo, mit dem die Zinssätze angehoben würden, als ein Indikator für die unerschütterliche Entschlossenheit der FED betrachtet.
Diese Entwicklungen würden zwei zentrale Punkte verdeutlichen: Erstens, dass die bisherigen Worte und Versprechen der Federal Reserve, nämlich "higher for longer", keineswegs leere Floskeln gewesen seien. Zweitens zeige sich, dass ein Soft Landing immer noch im Bereich des Möglichen liege. Dies würde der FED zwar eine gewisse geldpolitische Flexibilität verschaffen, jedoch gleichzeitig auch die Sorgen vor steigenden Zinsen verstärken.
Es deute darauf hin, dass der Preisdruck in absehbarer Zeit weiter nachlassen könnte. Trotzdem sollte man sich nicht zu früh freuen, denn die Inflation liege derzeit zu weit über dem angestrebten Ziel von zwei Prozent. Eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums könnte der Federal Reserve jedoch in die Hände spielen und dazu beitragen, die Inflation unter Kontrolle zu bringen. (11.10.2023/alc/a/a)
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