Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Inflationsrate in den USA stieg zwar im August etwas deutlicher als erwartet von 3,2 auf 3,7 Prozent an, so die Analysten von Postbank Research.
Dies sei jedoch hauptsächlich den gestiegenen Benzinpreisen geschuldet gewesen. Die Kerninflationsrate sei erwartungsgemäß von 4,7 auf 4,3 Prozent gesunken.
Der ISM-Index der Industrie habe sich für den August moderat auf 47,6 Punkte verbessert, während der Index der Dienstleistungen mit 54,5 Punkten die Erwartungen merklich übertroffen habe.
Die Märkte hätten nach der September FED-Sitzung Zinssenkungen im kommenden Jahr weiter ausgepreist und eine weitere Zinserhöhung 2023 nichts ausgeschlossen. Mit rund 4,85 Prozent hätten zehnjährige US-Treasuries so hoch wie zuletzt im Jahre 2007 rentiert.
Der USD habe von dem Renditeanstieg profitiert, der DXY-Index sei auf ein Jahreshoch gestiegen. Die straffe Geldpolitik, der Streit um den US-Haushalt und die Streiks u.a. in der Autoindustrie könnten jedoch die Konsumentenstimmung dämpfen. Über die nächsten sechs Monate erscheine den Analysten deshalb eine Abwertung des Greenbacks auf EUR/USD 1,14 möglich. (Ausgabe Währungsbulletin Oktober 2023) (09.10.2023/alc/a/a)
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