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31.08.23 11:00
Geldpolitik: Jackson Hole ohne unmittelbaren Einfluss auf die Märkte

Oberursel (www.anleihencheck.de) - Die jährliche Konferenz der führenden Notenbanker in Jackson Hole hatte anscheinend keinen unmittelbaren und nachhaltigen Einfluss auf die Märkte, so die Experten der Alte Leipziger Trust Investment-Gesellschaft mbH in ihrem aktuellen "Invest-Report".

Investorinnen und Investoren hätten gehofft, nach den Gesprächen eine klarere Richtung für die Leitzinsen in den USA und im Euro-Raum zu erkennen. Besonders die Rede von Jerome Powell, dem Präsidenten der US-Notenbank, sei beachtet worden, da sie das Zeug gehabt hätte, die Börsen nachhaltig zu bewegen.

Jedoch weder Powell noch Christine Lagarde, die Chefin der Europäischen Zentralbank, hätten es gewagt, während ihrer Reden klare Prognosen abzugeben. Beide hätten betont, dass der Kampf gegen die Inflation noch nicht gewonnen sei und dass sich die Märkte auf weitere Zinserhöhungen einstellen müssten.

Diese Botschaft habe im Grunde dem entsprochen, was sie schon bei den vorherigen Zinserhöhungen im Juli mitgeteilt hätten. Dabei hätten sie betont, dass ihre zukünftigen Entscheidungen von den wirtschaftlichen Daten abhängen würden. Anleger müssten daher verstärkt die Inflations- und Wirtschaftsdaten beachten, um Orientierung bezüglich der Zinsen zu erhalten.

Es scheine, dass die bereits vorherrschende Meinung an den Märkten bestätig worden sei - nämlich, dass sowohl die Europäische Zentralbank als auch die US-Notenbank in ihren kommenden Entscheidungen im September zumindest eine Pause bei den Zinserhöhungen einlegen könnten. Möglicherweise sei bereits das Plateau der jüngsten Zinserhöhungen erreicht worden. Die erwarteten Inflationsraten für den Euro-Raum und Deutschland im August würden darauf hindeuten, dass die Inflation noch immer deutlich über den Zielen der Zentralbanken liege.

Der nächste Arbeitsmarktbericht der USA werde voraussichtlich zeigen, dass weniger neue Arbeitsplätze geschaffen worden seien. Dennoch werde die Arbeitslosenquote stabil auf einem niedrigen Niveau verharren. Dies signalisiere eine robuste US-Wirtschaft, eröffne jedoch auch Raum für weitere Zinserhöhungen. Dieses Szenario entspräche jedoch nicht den Wünschen der Investoren. (Ausgabe September 2023) (31.08.2023/alc/a/a)



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