Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die historische Dimension der Weichenstellungen des letzten Jahres lassen sich aus charttechnischer Sicht am besten an der unteren Umkehr und dem Bruch des langfristigen Abwärtstrends seit Beginn der 1980er-Jahre festmachen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Doch auch die Kursentwicklung der 10-jährigen Rendite USA in diesem Jahr bringe einige spannende Erkenntnisse mit sich. So habe das Zinsbarometer einerseits einen klassischen Pullback an die alten Ausbruchsmarken bei rund 3,25% vollzogen - erkennbar an diversen Monatstiefs in diesem Bereich. Andererseits könne die Kursentwicklung seit Herbst 2022 als (aufwärts-)trendbestätigende Flagge interpretiert werden. Für ein weiteres Ausrufezeichen sorge in diesem Kontext der jüngste Spurt über das Hoch vom Oktober 2022 (4,34%). Das Kursziel - abgeleitet aus der beschriebenen Flaggenkonsolidierung - lasse sich auf rund 5% taxieren. An dieser Stelle sollten Anleger hellhörig werden, denn dieses Anlaufziel harmoniere bestens mit diversen alten Hoch- und Tiefpunkten, welche die 10-jährige Rendite von 1995 bis 2007 in diesem Dunstkreis ausgeprägt habe. Um den o. g. Flaggenausbruch nicht zu gefährden, gelte es in Zukunft, die Marke von 4% nicht mehr nachhaltig zu unterschreiten. (23.08.2023/alc/a/a)
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