Paris (www.anleihencheck.de) - Norwegens Währung (NOK) bleibt gegenüber dem Euro weiterhin im Abwärtstrend, so die Experten der BNP Paribas in einer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Allein in der vergangenen Woche habe die Krone um mehr als 3 Prozent gegenüber der Gemeinschaftswährung nachgegeben. Auch die jüngste Zinserhöhung lief ins Leere. Die norwegische Zentralbank habe ihren Leitzins gestern (17. August) um 25 Basispunkte auf 4 Prozent angehoben. Dieser Schritt sei von den Reuters befragten Ökonomen so erwartet worden. Ein Ende des Zinserhöhungszyklus scheine nicht absehbar: Während die Notenbank einen weiteren Aufschlag angedeutet habe, gehe auch die Mehrheit der Devisenexperten davon aus, dass der Zinssatz im September erneut erhöht werde.
Schwache Krone beschleunige die Inflation
Die Norges Bank, die den Leitzins im Juli gleich um einen halben Prozentpunkt angehoben habe, stemme sich mit ihrer rigiden Geldpolitik gegen die anhaltend hohe Teuerung. Die Kerninflation, die die Energiekosten ausschließe, habe im vergangenen Monat bei 6,4 Prozent gelegen. Damit habe sie zwar etwas tiefer als im Juni gelegen, als sie mit 7 Prozent auf einen Rekordwert gestiegen sei, dennoch übertreffe sie den von der Zentralbank angestrebten jährlichen Preisanstieg von 2 Prozent um mehr als das Doppelte. Die Crux: Bleibe die Krone schwach, verteuere sie Importe - und beschleunige damit die Inflation zusätzlich. Die Zinsen dürften somit auf absehbare Zeit hoch bleiben und Norwegens Wirtschaft belasten. Trübe Aussichten also für Norwegens Landeswährung. (18.08.2023/alc/a/a)
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