Paris (www.anleihencheck.de) - Großbritanniens Leitwährung zeigte sich von der jüngsten Zinserhöhung durch die britische Notenbank wenig beeindruckt, so die Experten der BNP Paribas in einer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Mit 0,864 Euro habe das Pfund zuletzt fast auf dem gleichen Niveau wie am Donnerstag vergangener Woche notiert, als die Bank of England den Leitzins auf 5,25 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 15 Jahren erhöht habe. Die bereits 14. Anhebung in Folge solle die hohe Teuerung auf der Insel weiter dämpfen. Die Verbraucherpreise seien im Juli zwar mit 7,9 Prozent nicht mehr ganz so stark gestiegen wie im Juni mit 8,7 Prozent, doch nach wie vor habe das Vereinigte Königreich damit eine der höchsten Inflationsraten unter den wichtigsten Industrieländern.
Zudem liege dieses Niveau deutlich über dem angestrebten Zielwert der Notenbank, welche die Inflation nachhaltig auf 2 Prozent zurückführen wolle. Devisenhändler in der City würden die Wahrscheinlichkeit auf 68 Prozent taxieren, dass die britische Notenbank auf der nächsten Sitzung im September nachlege und den Leitzins dann auf 5,50 Prozent erhöhe. Was die hohe Inflation drücken solle, dürfte im Gegenzug das ohnehin schwache Wachstum zusätzlich belasten. Schon jetzt stecke die Insel in einer Konjunkturflaute. Der Internationale Währungsfonds sage dem Land für dieses Jahr ein Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt von nur 0,4 Prozent voraus. Gute Gründe für ein stärkeres Pfund würden anders aussehen. (Ausgabe vom 11.08.2023) (14.08.2023/alc/a/a)
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