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07.07.23 13:00
Schweden: Notenbank hält an rigider Geldpolitik fest

Paris (www.anleihencheck.de) - Gute Nachrichten für Schweden-Fans: Die Krone hat gegenüber dem Euro seit Jahresfrist um rund 9 Prozent abgewertet; Urlaub in dem traditionell teuren Königreich ist also entsprechend günstiger geworden, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Es könnte sogar noch billiger werden, denn die Kronen-Talfahrt könnte weiter anhalten. Selbst die erneute Leitzinserhöhung durch Schwedens Zentralbank sei wirkungslos verpufft. Am vergangenen Donnerstag habe die Riksbank den Leitzins um weitere 25 Basispunkte auf nun 3,75 Prozent erhöht - und weitere Zinsschritte in diesem Jahr angekündigt. Das Gros der Ökonomen habe mit dieser Erhöhung gerechnet, einige hätten nach der Erhöhung um 50 Basispunkte Ende April sogar auf eine erneute Anhebung um 0,5 Prozentpunkte spekuliert.

Die Inflation sinke "langsamer als erwartet", habe Notenbank-Gouverneur Erik Thedéen den jüngsten Zinsschritt begründet. Die Teuerungsrate habe im Mai mit 9,7 Prozent weit vom Inflationsziel der Währungshüter entfernt gelegen. Zudem habe er angekündigt, ab September das Tempo beim Verkauf ihrer Staatsanleihebestände zu erhöhen. Um die eigene Bilanzsumme zu verkleinern, veräußere die Riksbank seit April dieses Jahres jeden Monat Staatsanleihen im Wert von 3,5 Milliarden Kronen (rund 300 Millionen Euro). Ab September solle diese Summe auf fünf Milliarden Kronen steigen. Die Notenbank erhoffe sich dadurch nicht zuletzt eine Stabilisierung der kraftlosen Krone. (07.07.2023/alc/a/a)


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