Frankfurt (www.anleihencheck.de) - FED und EZB sind auf Kurs zu weiteren Zinserhöhungen in diesem Monat und es müssten schon katastrophal enttäuschende Daten in den nächsten Tagen veröffentlicht werden, um diese noch zu stoppen, was sich bis jetzt jedoch nicht abzeichnet, so die Analysten der Helaba.
Marktseitig sei der nächste Zinsschritt bei beiden Notenbanken weitgehend eskomptiert und so richte sich der Blick mehr und mehr auf die Zinsperspektiven im weiteren Jahresverlauf. Noch seien vor allem die Kernteuerungsraten trotz der überwundenen Spitzenwerte zu hoch und die Arbeitsmärkte zu eng, als dass durch die Geldpolitiker das Ende des Zinszyklus ausgerufen würde.
Zudem gelte es zu beachten, dass die seit März bestehende abwärts gerichtete Widerstandslinie auf die Etablierung eines Abwärtstrends hinweise. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen sei gestiegen und habe dabei die wichtige Widerstandszone bei 2,50/55% überwunden. Darüber sei der Weg frei für einen Test des Hochs von Anfang März bei 2,77%.
Im Zuge des Renditeanstiegs hätten sich die Risikoaufschläge der EWU-Peripherie gestern in der Tendenz ausgeweitet. Nachdem die Spreads Mitte Juni noch Tiefs hätten erreichen können, habe seitdem bereits eine Ausweitungstendenz dominiert. BTPs würden nun wieder einen Aufschlag gegenüber Bunds von rund 175 BP aufweisen und bei SPGBs seien es 107 BP. (07.07.2023/alc/a/a)
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