Genf (www.anleihencheck.de) - Die vergangene Woche mag ruhig gewesen sein, aber die US-Statistiken scheinen gerne mit unseren Nerven zu spielen, so Eric Vanraes, Portfoliomanager des E.I.Sturdza Strategic Bond Opportunities Fund bei Eric Sturdza Investments.
Das könnte erklären, warum die Anleihemärkte seit Jahresbeginn eine höhere Volatilität aufweisen würden als die Aktienmärkte. Am 29. Juni habe die Veröffentlichung der BIP-Wachstumsschätzung für das erste Quartal von 2% die Anleiherenditen in die Höhe getrieben. Zuvor sei das Wachstum auf 1,3% geschätzt und die Prognose auf 1,4% korrigiert worden.
Kaum seien die Nachrichten zum US-Wachstum verdaut gewesen, hätten die Inflationsdaten eine verringerte Inflationsdynamik angezeigt. Bei dieser Geschwindigkeit werden wir jedoch frühestens 2025 eine Inflationsrate von 2% erreichen, so die Experten von Eric Sturdza Investments. Die Kerninflation liege jetzt bei 4,6% und damit etwa 50 Basispunkte unter dem mittleren Bereich der FED-Funds-Rates.
Die Geldpolitik sei endgültig restriktiv geworden und es sei noch keine Umkehr in Sicht. Wir werden wahrscheinlich noch zwei weitere Zinserhöhungen brauchen, und die FED wird ihre Politik der Bilanzreduzierung nicht aufgeben, so die Experten von Eric Sturdza Investments. Am 28. Juni sei die Bilanz (innerhalb von 900 Millionen US-Dollar) auf den Stand vom 1. März zurückgekehrt, was bedeute, dass die quantitative Straffung dreieinhalb Monate gebraucht habe, um die regionale Bankenkrise zu verarbeiten. Die Bilanzsumme werde dann wahrscheinlich in naher Zukunft unter 8 Billionen USD fallen. (05.07.2023/alc/a/a)
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