Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, die Leitzinsen unabhängig der jüngsten Marktturbulenzen um 50 BP zu erhöhen, hat zwar für Volatilität gesorgt, die Verunsicherung wurde aber nicht größer, da sich die Währungshüter bezüglich weiterer Zinserhöhungen bedeckt hielten, so die Analysten der Helaba.
Die Risikoaversion habe bereits im Vorfeld der EZB-Entscheidung abgenommen, da Marktteilnehmer zu der Überzeugung gekommen seien, dass sich die angeschlagene Credit Suisse mit der Liquiditätsspritze der Schweizerischen Nationalbank retten könne und anderenfalls die Bereitschaft der Aufsichtsbehörden vorhanden sei, im Notfall weitere "Löcher zu stopfen". Zudem habe die EZB zum Ausdruck gebracht, mögliche Liquiditätsengpässe im europäischen Bankenmarkt zu begegnen. Allerdings gebe es keine Liquiditätsprobleme und die Banken seien robust. Ähnliches habe auch US-Finanzministerin Yellen zum Ausdruck gebracht.
Auch der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) sei großen Schwankungen ausgesetzt. Nachdem er am Mittwoch bei 137,97 ein Impulshoch markiert habe, sei es zwischenzeitlich wieder abwärts bis 135,73 gegangen, um dann wieder kräftig zuzulegen und anschließend erneut nachzugeben. Während die nachlassenden Zinserwartungen sowohl für die EZB als auch für die FED für Unterstützung gesorgt hätten, hätten die zuletzt rückläufige Risikoaversion und die steigenden Renditen in den USA belastet.
Insgesamt habe sich das Chartbild aber aufgehellt, denn der Future liege oberhalb wichtiger Widerstände. Vor diesem Hintergrund sei ein erneuter Anstieg durchaus möglich, wobei Widerstände jenseits der Marke von 137,97 bei 138,40 und 139,60 zu finden seien. Letztgenannte Marke sei der Ausgangspunkt der Schwächephase seit Mitte Januar. (17.03.2023/alc/a/a)
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