Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Diese Woche werden drei große Zentralbanken die Zinssätze erneut anheben, so die Experten von XTB.
Werde eine von ihnen das mögliche Ende des Straffungsprozesses ankündigen?
Die Entscheidungen würden wie folgt bekannt gegeben: FED am Mittwoch um 20:00 Uhr mit einer Pressekonferenz um 20:30 Uhr. Die Bank of England werde ihre Entscheidung am Donnerstag um 13:00 Uhr mit einer Pressekonferenz um 13:30 Uhr bekannt geben. Später, um 14:15 Uhr, ebenfalls am Donnerstag, werde die Entscheidung der EZB veröffentlicht und die Pressekonferenz finde um 14:45 Uhr statt.
FED-Zinsentscheid
Bank of England
Die BoE werde die Zinsen höchstwahrscheinlich um 50 Basispunkte auf 4% anheben, während der Markt einen Höchststand von etwas unter 4,5% erwarte. Dies würde eine mögliche Abschwächung bei den nächsten Sitzungen bedeuten. Es sei daran erinnert, dass die Entscheidungsträger in der BoE sehr geteilter Meinung seien, und kürzlich hätten sogar zwei Mitglieder die Zinsen auf dem derzeitigen Niveau belassen wollen. Dies könnte bedeuten, dass das Zinshoch tatsächlich sehr nahe sei, obwohl der Arbeitsmarkt in sehr guter Verfassung sei. Andererseits könnte die britische Wirtschaft in nächster Zeit recht schlecht abschneiden.
Europäische Zentralbank
Christine Lagarde habe deutlich gemacht, dass die Bank starke Zinserhöhungen unterstützen werde. Die EZB hinke bei der Straffung der Geldpolitik anderen Banken hinterher. Daher werde die EZB bei ihrer nächsten Sitzung wahrscheinlich eine sehr restriktive Haltung einnehmen, was dem Euro zugutekommen dürfte. Darüber hinaus würden die jüngsten Daten auf eine Beschleunigung der Inflation hindeuten, auch wenn dies auf die Aufhebung von Steuerbefreiungen während der Pandemie und starke Preissteigerungen zurückzuführen sei. Das BIP der Eurozone bleibe positiv, was es der EZB ermöglichen werde, ihre hawkishe Rhetorik beizubehalten. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass die EZB ankündigen werde, dass sie nach der Anhebung im Februar und März eine Begrenzung weiterer Schritte in Betracht ziehen werde. Der derzeitige Einlagensatz der EZB liege bei 2% und es werde eine Anhebung um 50 Basispunkte erwartet. Lagarde habe im Dezember angekündigt, dass wir mit einer Reihe von Anhebungen auf diesem Niveau rechnen müssten. (31.01.2023/alc/a/a)
© 1998 - 2026, anleihencheck.ariva-services.de