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21.12.22 16:39
Druck auf Notenbanken dürfte im Jahr 2023 spürbar geringer ausfallen

Essen (www.anleihencheck.de) - Die amerikanische und europäische Notenbank haben letzte Woche wie erwartet ihre Leitzinsen weiter angehoben, um damit der weiterhin hohen Inflation zu begegnen, so die Analysten der National-Bank AG.

Die EZB habe die Leitzinsen um 50 Basispunkte erhöht, nachdem die letzten beiden Zinserhöhungsschritte bei jeweils 75 Basispunkten gelegen hätten. Die US-Notenbank FED habe bereits letzten Mittwoch ihren Leitzins ebenfalls um 50 Basispunkte auf 4,25% bis 4,50% erhöht, nachdem sie in den vergangenen Sitzungen den Leitzins jeweils um 75 Basispunkte erhöht habe. Obwohl die Zinserhöhungen wie prognostiziert ausgefallen seien, seien die Aktienmärkte unter Abgabedruck gekommen, denn beide Notenbanken hätten weitere deutliche Zinsschritte im nächsten Jahr angekündigt, da sie weiterhin eine hohe Kerninflation erwarten würden. Infolge seien die Anleiherenditen wieder deutlich angestiegen.

An den Märkten würden die Sorgen steigen, dass die restriktive Gangart der Notenbanken länger Bestand haben und die Wirtschaftsaktivitäten stärker belasten könnte. Marktteilnehmer hätten auf moderatere Töne gehofft und sich enttäuscht gezeigt, wodurch sich die Gewinnmitnahmen nach den deutlichen Kursgewinnen der Vormonate verstärkt hätten.

Die Analysten würden weiterhin erwarten, dass der Druck auf die Notenbanken im Jahr 2023 spürbar geringer ausfallen werde als im Anlagejahr 2022. Bei allem moderatem Optimismus, festzuhalten bleibe aber auch, dass es gerade in den USA für eine nachhaltige Umkehr des Preistrends eine längere Phase eines niedrigeren Wachstums sowie einer höheren Arbeitslosigkeit bedürfe. Es werde daher maßgeblich auf die FED ankommen, in einem solchen Szenario eine Rezession zu vermeiden. (21.12.2022/alc/a/a)


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