London (www.anleihencheck.de) - Die Bank of Japan hat am 20. Dezember 2022 endlich eine Änderung ihrer Politik zur Steuerung der Zinskurve angekündigt, so Carl Vine, Fondsmanager des M&G (Lux) Japan Fund und des M&G (Lux) Japan Smaller Companies Fund bei M&G Investments.
An und für sich sei der Schritt bescheiden gewesen; in symbolischer Hinsicht jedoch weitaus bedeutsamer. Nach der Ankündigung sei der Yen gegenüber dem US-Dollar um rund 3% gestiegen. Der Nikkei-Aktienindex sei um 2,5% gefallen und die Renditen 10-jähriger japanischer Staatsanleihen seien auf 0,46% und damit auf den höchsten Stand seit 2015 gestiegen.
Die konstruktiveren Aussichten für Preise und Löhne würden den langfristigen Optimismus der Expertenverstärken. Da der Yen im Spätsommer deutlich in den "billigen" Bereich vorgestoßen sei, habe Japan nach Meinung der Experten plötzlich günstige Aktien in einer günstigen Währung geboten.
Die Ankündigung vom 20. Dezember 2022 sei nach Erachten der Experten ein erster Schritt in Richtung einer Normalisierung der Politik. Die Normalisierung sei Ausdruck gesünderer wirtschaftlicher Fundamentaldaten und sollte deshalb gefeiert werden. (Ausgabe vom 20.12.2022) (21.12.2022/alc/a/a)
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