Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Rentenmärkte haben zunächst nicht weiter davon profitieren können, dass die Europäische Zentralbank eine vorsichtigere Gangart bezüglich Zinserhöhungen andeutet, so die Analysten der Helaba.
Vielmehr seien die Zinserwartungen in den USA wieder leicht gestiegen. St-Louis-FED-Präsident Bullard habe sich zu regelbasierten Zinspolitikansätzen geäußert, die auf Leitzinsen zwischen 5 und 7% hinweisen würden. Die Sorge vor einer höher liegenden "terminal rate" habe nicht nur die Rentenmärkte unter Druck gebracht, sondern auch den Euro und den Aktienmarkt.
Bundesanleihen hätten in den letzten Tagen eine gewisse Underperformance aufgewiesen. Vor diesem Hintergrund bereite die Entwicklung der Peripheriespreads derzeit wenig Sorge. Diese seien im Trend rückläufig. Der Aufschlag italienischer Bonds mit 10-jähriger Laufzeit gegenüber entsprechenden Bunds habe sich unabhängig des gestrigen Anstiegs unterhalb der 2%-Marke festgesetzt. Noch im Oktober habe der Spread 250 BP betragen.
Auffallend sei derzeit auch der rückläufige Transatlantikspread. Seit Veröffentlichung der US-Inflationszahlen vor gut einer Woche sei der Renditevorsprung 10-jähriger Treasuries gegenüber Bunds um annähernd 30 BP auf unter 170 BP gesunken. (18.11.2022/alc/a/a)
© 1998 - 2026, anleihencheck.ariva-services.de