Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Marktteilnehmer zeigen sich weiterhin zuversichtlich, dass die Zinsen vor allem in den USA nicht mehr so schnell steigen werden wie in den letzten Monaten, als 75er Schritte der FED die Regel waren, so die Analysten der Helaba.
Äußerungen von FED-Vertretern würden darauf hinweisen, aber insbesondere der nachlassende Inflationsdruck habe für Erleichterung gesorgt. In diesem Zusammenhang sei auch der vermutete Wert der "terminal rate" von etwas über 5% auf klar darunter reduziert worden. Dieses Leitzinshoch werde aber weiterhin im Frühjahr des kommenden Jahres erwartet.
Während in den USA der Inflationsgipfel erreicht zu sein scheine und mithin Indikationen für einen flacheren Zinspfad vorhanden seien, sei das Bild in der Eurozone nicht so klar und dennoch hätten die Märkte auch hier die Zinserwartungen zuletzt reduziert, weil auch bei der EZB Stimmen der Mäßigung laut würden.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe in dieser Gemengelage zugelegt. Die 55-Tagelinie (139,50) habe überwunden werden können und nun komme der Widerstand bei 140,92 in Reichweite. Das technische Umfeld sei konstruktiv, denn MACD und DMI stünden unverändert auf Kauf. Auch habe sich der Future oberhalb der 21-Tagelinie halten können, die bei 138,24 zu finden sei und sich dem 55-Tagedurchschnitt nähere. Jenseits der Marke von 140,92 würde Raum bis 142,87 entstehen. (17.11.2022/alc/a/a)
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