Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die rückläufige Inflation in den USA hat deutliche Spuren an den Finanzmärkten hinterlassen, so die Analysten der Helaba.
Mit den nachlassenden Zinssorgen sei der US-Dollar auf breiter Front unter Druck gekommen. Profitiert hätten risikoreiche Assets wie Aktien und auch an den Rentenmärkten sei ein Kursfeuerwerk abgebrannt worden. Inzwischen habe sich die Lage wieder beruhigt. Auch heute könnte es etwas gemächlicher zugehen, zumal keine wichtigen Datenveröffentlichungen auf dem Programm stünden.
Positiv hervorzuheben sei die Entwicklung der Peripheriespreads. Der Renditeaufschlag italienischer, spanischer oder griechischer Bonds gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen sei im Trend rückläufig. Der Spread zwischen 10-jährigen BTPs und Bunds habe die Marke von 200 BP zeitweise unterschritten - erstmals seit Anfang Juli.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) habe nach den erzielten Gewinnen eine Verschnaufpause eingelegt. Dennoch scheinen mit dem Anstieg über den August-Abwärtstrend Hoffnungen auf eine Trendwende berechtigt, so die Analysten der Helaba. Um das positive Momentum aufrechtzuerhalten, wäre es wichtig, nicht wieder unter die 21-Tagelinie und den Abwärtstrend zu rutschen (137,70 bzw. 137,16). Entscheidend sei nun das Doppelhoch vom Oktober bei 140,88/92. Kurse darüber würden Potenzial bis zum 38,2%-Retracement bei 142,75 eröffnen. (14.11.2022/alc/a/a)
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