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08.08.22 16:40
Österreichischer Wohnimmobilienmarkt: Ende der dynamischen Preisanstiege ja, Preiseinbruch eher nein

Wien (www.anleihencheck.de) - Die Zinswende ist schneller und kraftvoller gekommen als noch vor einem Jahr erwartet, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Damit sehe sich auch der österreichische Wohnimmobilienmarkt immer stärkerem Gegenwind ausgesetzt. Vor diesem Hintergrund würden die Analysten wie bereits mehrfach dargelegt nach den Jahren des steilen Steigflugs eine markante Verlangsamung des Preisauftriebs erwarten. Eine Phase länger anhaltender oder deutlicher Preisrückgänge würden sie hingegen nicht erwarten. Denn auch wenn variable Kreditzinsen alsbald auf Niveaus vorstoßen dürften, die zuletzt 2009 verzeichnet worden seien, was klar nachfragedämpfend wirken werde: Eine "erzwungene Angebotsausweitung" nennenswerten Ausmaßes aufgrund zu hoher Kreditraten zeichne sich dennoch nicht ab.

Gegen einen preislichen Sturzflug spreche zudem die Tatsache, dass der Höhenflug der letzten Jahre nicht mit dem Aufbau struktureller Fehlentwicklungen "erkauft" worden sei. Denn ein überdimensionierter Bausektor oder ausufernde Verschuldung der privaten Haushalte seien klare Warnsignale in Irland und Spanien gewesen, deren unrühmliche Immobilienblasen der frühen Nullerjahre mit der Finanzkrise geplatzt seien wie Seifenblasen. Warnsignale, die in Österreich in dieser Form aber nicht vorzufinden seien. Es gelte also: Was hoch gestiegen sei, müsse nicht zwangsläufig tief fallen. (08.08.2022/alc/a/a)


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